Waren es bei der Gründung im Jahre 1945 nur zwei tragende Säulen, nämlich die Abteilungen Gesang für Kultur und Fußball für den Sport, so ist der Verein inzwischen ein Mehrspartenverein mit vielen Gruppen und aktuell ca. 1000 Vereinsmitgliedern. Dies
haben auch die Gründungsmitglieder nicht voraussehen können, die im Jahre 1945 im Wohnzimmer des Adam Weyrauch in Georgenhausen, Wilhelm-Leuschner-Str. (heute Ollenhauerstr.) beschlossen, den Verein zu gründen.
Die KSG wurde 1947 offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Fußball bildete mit zwei aktiven Mannschaften den einen Teil und ein reiner Männerchor den anderen Teil. Der Verein war somit ein reiner Männerverein, zumal sich noch kurz danach eine weitere Sparte mit Gewichtheben bildete.
Leider musste der Spielbetrieb bei den Fußballern bereits 1949 wieder eingestellt werden, da nicht genügend Spieler zur Verfügung standen. Kulturell bildete sich in der Zeit von 1947 bis 1954 eine Theatergruppe im Verein, die sehr erfolgreich Komödien aufführte. Verantwortlich war damals Wilhelm Heleine. Das Gewichtheben dauerte ebenfalls nicht lange, denn bereits 1947 wurde der Sportbetrieb eingestellt. Erst 1953 bis 1956 gab es erneut eine Gruppe Schwerathletik (Spartenleiter: Heinrich Klock) im Verein.
Zudem muss es in den 50er Jahren auch Leichtathletik in der KSG gegeben haben, denn für diese Sparte wurde 1954 August Rosenthal als Verantwortlicher aufgeführt. 1955 war es wieder möglich, mit einer Fußballmannschaft am Wettbewerb teilzunehmen, doch dauerte es bis 1963 bis es möglich war, eine Jugendmannschaft zu bilden. Auch der Männerchor verlor in den 50er Jahren zunehmend aktive Sänger, so dass Ende der 50er Jahre erstmals Frauen im Chor mitsingen durften. Den ersten
gemeinsamen Auftritt gab es dann auch 1959 im Saalbau „Zur Rose“ in der Marienstraße.
Das kulturelle Leben in Georgenhausen wurde weitgehend von der KSG geprägt, so gab es eine Quizveranstaltung „Wer gegen Wen?“ mit Wilhelm Ruhl ebenfalls im Saalbau „Zur Rose“. 1954 wurde dokumentiert, dass den Sieg an diesem Abend eine
Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Georgenhausen vor der KSG und der Publikumsgruppe davongetragen hatte. Zu erwähnen ist noch, dass es zur damaligen Zeit Weihnachtsfeiern, bzw. Familienabende gab, die meistens am 1. Weihnachtsfeiertag stattfanden und bei denen Theaterstücke sowohl von der Kinderspielgruppe als auch von den Erwachsenen aufgeführt wurden. Erstmals veranstaltete die KSG 1956 einen Rosenmontagsball, der sich bald zu einem Renner etablierte. Für die Faschingsabteilung war der damalige Wirt des Vereinslokals „Zur Rose“, Heinz Wolf verantwortlich. Sie trat jährlich mit einigen Damen- und Herrensitzungen sowie dem lange erfolgreichen Rosenmontagsball an die Öffentlichkeit.